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Yoga Medicine mit Tiffany Cruikshank

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Umkehrhaltungen sind wie Medizin – auf die richtige Dosis kommt es an

 

Von Tina von Jakubowski

Zum Auftakt der Main-Conference kamen die Yogis in den Genuss der Klasse „Inversion LAB“ mit Tiffany Cruikshank, Gründerin von Yoga Medicine.

Zwei Worte beschreiben diesen Workshop am Besten: „Klarheit und Einfachheit“. Tiffany unterrichtete das Thema „Umkehrhaltungen“ mit anatomischer Präzision und einer klaren Struktur, sodass selbst diejenigen, die noch nie einen Kopfstand geübt haben, sich abgeholt fühlen konnten. In keinem Moment ging es darum, die Positionen Kopfstand, Handstand oder Unterarmstand tatsächlich auszuführen. Vielmehr stand der Workshop unter der Fragestellung: Wie kann ich mich diesen – oftmals angsteinflößenden – Positionen annähern? Welche Möglichkeiten gibt es, sie Teil meiner Praxis werden zu lassen?

Umkehrhaltungen können einen therapeutischen Effekt auf den physischen und mentalen Körper haben – wenn sie, wie eine Medizin, richtig dosiert werden. Unkontrolliert zu viele Umkehrhaltungen zu üben gleicht einer Überdosis. Und manch einer sollte diese Positionen vielleicht mehr in seine Praxis einbinden. „The whole body system reacts like a snow ball when practicing inversions: everything gets shaked and can then resettle“, erklärte Tiffany.

Neben theoretischen Inputs konnten die teilnehmenden Yogis die Wahrnehmung bestimmter Muskelgruppen stärken. Welche Muskeln stabilisieren den Schultergürtel und schaffen so eine stabile Basis für Umkehrhaltungen? „Can you experience each of these muscles or is there a dorment part? Can you get these muscles to work together and find balance?“ Um das Thema zu strukturieren, nutzte Tiffany ein System aus vier Schritten. Zum Nachspüren für zu Hause könnt ihr diese vier Schritte exklusiv hier lesen:

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1.) Die Schulter nicht einfach nur „weg von den Ohren ziehen“, sondern sie diagonal nach unten und innen ziehen. Du solltest dabei spüren, wie subtil die kleinen Muskeln in der Achselhöhle arbeiten.

2.) Die ausgestreckten Arme vom Körper „wegpushen“ bis Du die Muskeln seitlich am Körper spürst.

3.) Die Hände isometrisch aufeinander zu ziehen, sodass die Brustmuskulatur anspringt. Dies nicht übertreiben. Der Nacken bleibt entspannt.

4.) Lass die Schlüsselbeine lächeln  🙂

Viel Freude beim Ausprobieren. Und nicht vergessen: auf die richtige Dosis kommt es an.

Fotos von Anne Caspar.

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